Zürcher Nachrichten - Erdogan schlägt Ukraine-Russland-Gipfel in der Türkei vor

EUR -
AED 4.049778
AFN 78.834299
ALL 99.033342
AMD 431.456343
ANG 1.973823
AOA 1005.540147
ARS 1184.510488
AUD 1.740106
AWG 1.984619
AZN 1.871047
BAM 1.951157
BBD 2.225918
BDT 133.95119
BGN 1.953417
BHD 0.415629
BIF 3226.660051
BMD 1.102566
BND 1.473074
BOB 7.618042
BRL 6.190801
BSD 1.102437
BTN 94.108603
BWP 15.256919
BYN 3.607729
BYR 21610.297969
BZD 2.214448
CAD 1.554541
CDF 3167.672699
CHF 0.949657
CLF 0.027281
CLP 1046.908381
CNY 8.028391
CNH 8.030442
COP 4581.504452
CRC 555.45727
CUC 1.102566
CUP 29.218005
CVE 110.006211
CZK 25.045922
DJF 195.947771
DKK 7.461959
DOP 69.623267
DZD 146.912551
EGP 55.769964
ERN 16.538493
ETB 145.130438
FJD 2.566609
FKP 0.849767
GBP 0.842206
GEL 3.042781
GGP 0.849767
GHS 17.089472
GIP 0.849767
GMD 78.830087
GNF 9541.515201
GTQ 8.509592
GYD 230.665979
HKD 8.575705
HNL 28.207398
HRK 7.54001
HTG 144.267713
HUF 403.661068
IDR 18465.889357
ILS 4.082247
IMP 0.849767
INR 94.030872
IQD 1444.233926
IRR 46431.844181
ISK 144.314781
JEP 0.849767
JMD 173.672773
JOD 0.781606
JPY 161.04578
KES 142.506807
KGS 95.60528
KHR 4409.646484
KMF 500.014042
KPW 992.369183
KRW 1600.661596
KWD 0.339262
KYD 0.918627
KZT 552.612033
LAK 23885.559894
LBP 98786.765454
LKR 327.39557
LRD 220.466371
LSL 20.781097
LTL 3.255591
LVL 0.666932
LYD 5.33219
MAD 10.487244
MDL 19.686991
MGA 5027.940557
MKD 61.511679
MMK 2314.787019
MNT 3851.769118
MOP 8.833576
MRU 43.813776
MUR 50.023376
MVR 16.990372
MWK 1911.842309
MXN 22.023316
MYR 4.897654
MZN 70.451818
NAD 20.780251
NGN 1695.23982
NIO 40.564638
NOK 11.404074
NPR 150.576289
NZD 1.901293
OMR 0.424466
PAB 1.102556
PEN 4.048086
PGK 4.549174
PHP 62.857624
PKR 309.248804
PLN 4.227851
PYG 8845.546281
QAR 4.019435
RON 4.978193
RSD 117.17297
RUB 92.685108
RWF 1572.964625
SAR 4.136492
SBD 9.180809
SCR 15.773594
SDG 662.092022
SEK 10.787111
SGD 1.473199
SHP 0.866444
SLE 25.171542
SLL 23120.263604
SOS 630.003648
SRD 40.298877
STD 22820.894741
SVC 9.647255
SYP 14336.339478
SZL 20.788701
THB 37.64133
TJS 12.001035
TMT 3.870007
TND 3.373498
TOP 2.582323
TRY 41.871279
TTD 7.474586
TWD 36.451059
TZS 2924.510568
UAH 45.517981
UGX 4017.56488
USD 1.102566
UYU 46.573677
UZS 14239.435486
VES 77.098718
VND 28451.721382
VUV 136.24344
WST 3.123386
XAF 654.272445
XAG 0.034516
XAU 0.000355
XCD 2.97974
XDR 0.825967
XOF 654.373081
XPF 119.331742
YER 270.845622
ZAR 20.688194
ZMK 9924.417531
ZMW 30.622794
ZWL 355.025874
  • Euro STOXX 50

    -190.6700

    5113.28

    -3.73%

  • DAX

    -673.4500

    21717.39

    -3.1%

  • MDAX

    -619.7800

    26874.62

    -2.31%

  • Goldpreis

    -7.5000

    3132.4

    -0.24%

  • TecDAX

    -138.7500

    3474.97

    -3.99%

  • SDAX

    -386.0200

    14927.42

    -2.59%

  • EUR/USD

    0.0209

    1.1044

    +1.89%

Erdogan schlägt Ukraine-Russland-Gipfel in der Türkei vor
Erdogan schlägt Ukraine-Russland-Gipfel in der Türkei vor

Erdogan schlägt Ukraine-Russland-Gipfel in der Türkei vor

Trotz der verschärften Rhetorik in der Ukraine-Krise gehen die diplomatischen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts weiter. Bei einem Besuch in Kiew brachte sich am Donnerstag erneut der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ins Spiel. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte eine baldige Reise nach Moskau an. Russland warf den USA derweil vor, mit der Entsendung tausender Soldaten nach Osteuropa die Spannungen auf dem Kontinent weiter anzuheizen.

Textgröße:

Mit der Truppenentsendung ziele die US-Regierung "offensichtlich" nicht auf Deeskalation ab, kritisierte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. "Wir fordern unsere amerikanischen Partner ständig auf, die Spannungen auf dem europäischen Kontinent nicht weiter zu verschärfen", sagte er. "Leider tun die Amerikaner das weiterhin." Russlands Sorgen bezüglich einer möglichen Nato-Osterweiterung und der Stationierung von US-Truppen in der Region seien daher "vollkommen gerechtfertigt".

Das Pentagon hatte zuvor angekündigt, 1700 Soldaten nach Polen und 300 weitere nach Deutschland zu schicken. 1000 derzeit in Bayern stationierte US-Soldaten werden demnach nach Rumänien entsandt. "Die derzeitige Lage macht es erforderlich, dass wir die Abschreckungs- und Verteidigungshaltung an der Ostflanke der Nato stärken", erklärte das Pentagon.

Die Ukraine warnte zuletzt trotz der massiven Truppenbewegungen vor "Panik". Verteidigungsminister Oleksij Resnikow sagte am Donnerstag, er schätze die Gefahr einer "bedeutenden Eskalation" derzeit als "gering" ein. Zu befürchten sei eher eine von Russland geschürte "innere Destabilisierung".

Russland hat nach westlichen Angaben mehr als 100.000 Soldaten samt schwerem Gerät an der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Der Westen befürchtet deshalb einen russischen Angriff auf das Nachbarland. Russland weist die Vorwürfe zurück und gibt zugleich an, sich von der Nato bedroht zu fühlen.

Putin hat dem Westen weitreichende Forderungen vorgelegt. Unter anderem verlangt er einen Verzicht auf eine weitere Nato-Osterweiterung und den Abzug von US-Truppen aus den Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre. Die USA und die Nato hatten Ende Januar schriftlich auf den russischen Forderungskatalog geantwortet. Putin beklagte am Mittwoch aber die "mangelnde Bereitschaft" der Nato, "angemessen" auf Russlands Sicherheitssorgen einzugehen.

Die Suche nach einer diplomatischen Beilegung der Krise wurde derweil fortgesetzt. Der türkische Präsident Erdogan schlug bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj in Kiew am Donnerstag die Organisation eines Ukraine-Russland-Gipfels in der Türkei vor.

Erdogan hatte sich bereits in der Vergangenheit als Vermittler zwischen der Ukraine und Russland angeboten. Als Nato-Mitglied unterstützt die Türkei die Ukraine, Erdogan pflegt aber auch enge Beziehungen zu Putin. Moskau reagierte bislang zurückhaltend auf den türkischen Vorstoß. Unter anderem türkische Kampfdrohnen-Lieferungen an die Ukraine und die scharfe Kritik Erdogans an der Krim-Annexion 2014 sind dem Kreml ein Dorn im Auge.

Auch Frankreichs Präsident Macron bemüht sich intensiv um eine Entschärfung des Ukraine-Konflikts. Nach einem nächtlichen Telefonat mit US-Präsident Joe Biden standen am Donnerstag erneute Telefongespräche mit Putin und Selenskyj auf dem Programm. Macron hat zudem eine Reise nach Moskau ins Auge gefasst.

Bundeskanzler Scholz kündigte ebenfalls ein baldiges Treffen mit Putin an. Er "werde in Kürze in Moskau weitersprechen über die Fragen, die da notwendig sind", sagte er am Mittwochabend im ZDF. Am Montag reist Scholz zunächst zu US-Präsident Biden nach Washington. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtete, will sich Scholz anschließend am Dienstag mit Macron und Polens Präsident Andrzej Duda bei einem Gipfeltreffen in Berlin zum Vorgehen in der Ukraine-Krise abstimmen.

Insbesondere Polen plädiert im Rahmen von Nato und EU für deutliche Abschreckungssignale an Russland. Der Westen hat Russland für den Fall einer Invasion in die Ukraine mit harten Sanktionen gedroht. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen bekräftigte am Donnerstag bei einem Besuch in Finnland, dass "jegliche weitere militärische Aggression gegen die Ukraine finanzielle und wirtschaftliche Sanktionen" für Russland bedeuten werde. Russland stelle die "europäische Sicherheitsarchitektur in Frage", sagte sie. "Dies ist natürlich ein Angriff auf uns alle, alle 27 Mitgliedstaaten."

N.Zaugg--NZN