Zürcher Nachrichten - EU-Staaten einigen sich auf klimaneutrale Neuwagen ab 2035

EUR -
AED 4.049778
AFN 78.834299
ALL 99.033342
AMD 431.456343
ANG 1.973823
AOA 1005.540147
ARS 1184.510488
AUD 1.740106
AWG 1.984619
AZN 1.871047
BAM 1.951157
BBD 2.225918
BDT 133.95119
BGN 1.953417
BHD 0.415629
BIF 3226.660051
BMD 1.102566
BND 1.473074
BOB 7.618042
BRL 6.190801
BSD 1.102437
BTN 94.108603
BWP 15.256919
BYN 3.607729
BYR 21610.297969
BZD 2.214448
CAD 1.554541
CDF 3167.672699
CHF 0.949657
CLF 0.027281
CLP 1046.908381
CNY 8.028391
CNH 8.030442
COP 4581.504452
CRC 555.45727
CUC 1.102566
CUP 29.218005
CVE 110.006211
CZK 25.045922
DJF 195.947771
DKK 7.461959
DOP 69.623267
DZD 146.912551
EGP 55.769964
ERN 16.538493
ETB 145.130438
FJD 2.566609
FKP 0.849767
GBP 0.842206
GEL 3.042781
GGP 0.849767
GHS 17.089472
GIP 0.849767
GMD 78.830087
GNF 9541.515201
GTQ 8.509592
GYD 230.665979
HKD 8.575705
HNL 28.207398
HRK 7.54001
HTG 144.267713
HUF 403.661068
IDR 18465.889357
ILS 4.082247
IMP 0.849767
INR 94.030872
IQD 1444.233926
IRR 46431.844181
ISK 144.314781
JEP 0.849767
JMD 173.672773
JOD 0.781606
JPY 161.04578
KES 142.506807
KGS 95.60528
KHR 4409.646484
KMF 500.014042
KPW 992.369183
KRW 1600.661596
KWD 0.339262
KYD 0.918627
KZT 552.612033
LAK 23885.559894
LBP 98786.765454
LKR 327.39557
LRD 220.466371
LSL 20.781097
LTL 3.255591
LVL 0.666932
LYD 5.33219
MAD 10.487244
MDL 19.686991
MGA 5027.940557
MKD 61.511679
MMK 2314.787019
MNT 3851.769118
MOP 8.833576
MRU 43.813776
MUR 50.023376
MVR 16.990372
MWK 1911.842309
MXN 22.023316
MYR 4.897654
MZN 70.451818
NAD 20.780251
NGN 1695.23982
NIO 40.564638
NOK 11.404074
NPR 150.576289
NZD 1.901293
OMR 0.424466
PAB 1.102556
PEN 4.048086
PGK 4.549174
PHP 62.857624
PKR 309.248804
PLN 4.227851
PYG 8845.546281
QAR 4.019435
RON 4.978193
RSD 117.17297
RUB 92.685108
RWF 1572.964625
SAR 4.136492
SBD 9.180809
SCR 15.773594
SDG 662.092022
SEK 10.787111
SGD 1.473199
SHP 0.866444
SLE 25.171542
SLL 23120.263604
SOS 630.003648
SRD 40.298877
STD 22820.894741
SVC 9.647255
SYP 14336.339478
SZL 20.788701
THB 37.64133
TJS 12.001035
TMT 3.870007
TND 3.373498
TOP 2.582323
TRY 41.871279
TTD 7.474586
TWD 36.451059
TZS 2924.510568
UAH 45.517981
UGX 4017.56488
USD 1.102566
UYU 46.573677
UZS 14239.435486
VES 77.098718
VND 28451.721382
VUV 136.24344
WST 3.123386
XAF 654.272445
XAG 0.034516
XAU 0.000355
XCD 2.97974
XDR 0.825967
XOF 654.373081
XPF 119.331742
YER 270.845622
ZAR 20.688194
ZMK 9924.417531
ZMW 30.622794
ZWL 355.025874
  • Euro STOXX 50

    -190.6700

    5113.28

    -3.73%

  • TecDAX

    -138.7500

    3474.97

    -3.99%

  • SDAX

    -386.0200

    14927.42

    -2.59%

  • DAX

    -673.4500

    21717.39

    -3.1%

  • MDAX

    -619.7800

    26874.62

    -2.31%

  • Goldpreis

    -42.3000

    3123.9

    -1.35%

  • EUR/USD

    0.0185

    1.102

    +1.68%

EU-Staaten einigen sich auf klimaneutrale Neuwagen ab 2035

EU-Staaten einigen sich auf klimaneutrale Neuwagen ab 2035

In der EU sollen ab dem Jahr 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden. Die Umweltministerinnen und Umweltminister der 27 EU-Staaten einigten sich in Luxemburg auf ein Aus für Autos mit Benzin- und Dieselantrieb - die Zukunft soll damit vor allem Elektroautos gehören. Die Vereinbarung lässt auf Drängen Deutschlands aber die Möglichkeit offen, dass mit sogenannten E-Fuels betriebene Neuwagen mit Verbrennern auch nach 2035 zugelassen werden können. Umweltverbände reagierten empört auf diesen Kompromiss.

Textgröße:

Europa habe "die Weichen für mehr Klimaschutz im Verkehr gestellt", erklärte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) im Anschluss an die langwierigen Beratungen in Luxemburg in der Nacht zum Mittwoch. "Die EU-Mitgliedstaaten haben mit überdeutlicher Mehrheit dafür gestimmt, dass ab 2035 nur noch Autos und leichte Nutzfahrzeuge zugelassen werden, die kein CO2 ausstoßen." Die Autoindustrie erhalte so Planungssicherheit.

Zuvor hatte es in der Berliner Ampel-Koalition Streit über das angestrebte Aus für Verbrennungsmotoren gegeben. Grüne und SPD waren für das Verbot von Neuzulassungen für Verbrennungsmotoren ab 2035, die FDP pochte darauf, dass Technologien wie E-Fuels nicht ausgeschlossen werden dürften.

Nach einem Kompromiss in letzter Minute in der Koalition schlug Lemke in Luxemburg vor, die EU-Kommission solle einen Vorschlag "für die Zulassung von Fahrzeugen nach 2035 vorlegen, die ausschließlich mit CO2-neutralen Kraftstoffen betrieben werden" und "außerhalb des Bereichs der Flottenstandards" sind. Gemeint sind Fahrzeuge, die mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) betrieben werden.

E-Fuels werden unter Einsatz von Strom meist aus Wasser und CO2 hergestellt. Ob dies umweltfreundlich ist, hängt davon ab, woher der Strom stammt und mit welchem Aufwand die Treibstoffe zur Verfügung gestellt werden können. Im EU-Parlament, das sich Anfang Juni auf ein Aus für den Verbrennungsmotor ab 2035 geeinigt hatte, war eine größere Bedeutung für synthetische Kraftstoffe abgelehnt worden.

EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans zeigte sich denn auch skeptisch: "Derzeit erscheinen E-Treibstoffe nicht wie eine realistische Lösung. Wenn die Hersteller in der Zukunft aber das Gegenteil beweisen können, werden wir offen sein."

Greenpeace sprach zwar von einem "wichtigen Signal", dass die EU klimaschädlichen Verbrennern "ein klares Enddatum setzt". Dieses Verbot komme jedoch zum Erreichen der Klimaziele "viel zu spät". E-Fuels seien dabei eine "Scheinlösung" - sie seien ineffizient und teuer.

So äußerte sich auch der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD), der zudem darauf verwies, dass E-Fuels "auf absehbare Zeit nicht in ausreichenden Mengen verfügbar" seien. Sie müssten dort eingesetzt werden, wo keine direkte Elektrifizierung möglich sei, nämlich in der Industrie, im Flug- und Schiffsverkehr, "nicht beim Pkw". Das Ganze sei durch die "Hintertür für Verbrenner" ein Ausstieg light.

Kritik kam auch vom Automobilverband VDA - allerdings daran, dass es bei E-Fuels "nur für eine Absichtserklärung gereicht zu haben" scheine. Ohne solche Kraftstoffe seien die Klimaziele im Verkehrssektor aber nicht erreichbar. Zudem fehle es an Voraussetzungen für einen Erfolg der E-Mobilität inklusive der nötigen Ladeinfrastruktur.

Der europäische Herstellerverband Acea verwies ebenfalls darauf, dass ein europaweites Ladenetz nötig sei. Außerdem benötige die Automobilindustrie Zugang zu den nötigen Rohstoffen für die E-Mobilität - hier liefere die EU "keine Antworten".

Der Industrieverband BDI sprach von einer "hochproblematischen Entscheidung" in Luxemburg. Der Kompromiss suggeriere Technologieoffenheit, bedeute aber "de facto das Aus für den Verbrennungsmotor, weil weiterhin nur elektrische Antriebe bei der Flottenregulierung angerechnet werden dürfen". Das hemme den Markthochlauf von E-Fuels und es sei "unsinnig, die Potenziale von synthetischen Kraftstoffen von vornherein auszubremsen".

Nach der Einigung der EU-Umweltminister müssen EU-Parlament und Mitgliedstaaten noch über Details verhandeln. Die Regelungen für Neuwagen sind Teil eines umfassenden Klimaschutzpakets, mit dem die EU bis 2030 ihre CO2-Emissionen um 55 Prozent reduzieren will.

L.Rossi--NZN