Zürcher Nachrichten - Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal

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Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal
Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal / Foto: MICHELE TANTUSSI - AFP

Wirtschaft stagniert im zweiten Quartal

Immerhin kein weiterer Abschwung: Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal ein Nullwachstum hingelegt. Das Statistische Bundesamt bestätigte am Freitag seine erste Schätzung von Ende Juli, wonach die Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal stagnierte. In den vorangegangenen beiden Quartalen war die Wirtschaft leicht zurückgegangen und damit in die Rezession gerutscht. Die weiteren Aussichten sind jedoch nicht rosig, es droht ein weiterer Rückgang im zweiten Halbjahr.

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Im Frühjahr habe sich die Wirtschaftslage "stabilisiert", lautete die Einschätzung der Statistiker. "Leider dürfte die Stabilisierung nicht von Dauer gewesen sein", schränkte der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, Sebastien Dullien, ein. "Frühindikatoren deuten vielmehr darauf hin, dass die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte erneut schrumpfen könnte."

Es sei fraglich, ob tatsächlich von einem Ende der technischen Rezession gesprochen werden könne, erklärte auch der ING-Analyst Carsten Brzeski. Die Stagnation im zweiten Quartal könne auch als "Verlängerung" des Abschwungs gedeutet werden. Problematisch seien "strukturelle Belastungen" wie der anhaltende Ukraine-Krieg, der demografische Wandel und fehlende Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur und Bildung.

Positiv hob Brzeski den "Rückgang der Gesamtinflation und den tatsächlichen Rückgang der Energie- und Lebensmittelpreise in Verbindung mit höheren Löhnen" hervor. Dies "dürfte den privaten Konsum in der zweiten Jahreshälfte stützen". "Es besteht Aussicht auf eine konsumgetriebene konjunkturelle Erholung ab Herbst dieses Jahres - wenn auch mit viel Gegenwind", erklärte auch die Chefvolkswirtin der Entwicklungsbank KfW, Fritzi Köhler-Geib.

Die Konsumausgaben nahmen im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten leicht um 0,1 Prozent zu. Der private Konsum stagnierte dabei, die staatlichen Konsumausgaben stiegen um 0,1 Prozent. In Ausrüstungen - Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde 0,6 Prozent mehr investiert, in Bauten 0,2 Prozent mehr.

Die wirtschaftliche Entwicklung war in den Sektoren teils sehr unterschiedlich. Das Verarbeitende Gewerbe legte im Vergleich zum ersten Quartal leicht um 0,1 Prozent zu, das Baugewerbe um 0,2 Prozent. Die Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe gab hingegen um 1,4 Prozent nach, die der Finanz- und Versicherungsdienstleister um 2,1 Prozent. Ein solides Plus von 1,1 Prozent verbuchte der Bereich Information und Kommunikation.

Im Vorjahresvergleich sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,6 Prozent und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent, da im zweiten Quartal dieses Jahres ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand, wie die Statistiker in Wiesbaden mitteilten. Vor allem die Konsumausgaben lagen im Vorjahresvergleich deutlich im Minus - die privaten um 1,2 Prozent und die staatlichen sogar um 3,1 Prozent. Das lag vor allem an den deutlich niedrigeren Ausgaben wegen der Corona-Pandemie.

Auch die Exporte brachen im Jahresvergleich preisbereinigt um 1,6 Prozent ein. Die Importe nahmen noch etwas stärker um 1,8 Prozent ab, vor allem die Warenimporte reduzierten sich um 4,7 Prozent stark.

Die Wirtschaftsleistung wurde im zweiten Quartal von rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Die übliche Frühjahrsbelebung fiel mit 0,5 Prozent verglichen mit dem Vorquartal damit schwächer aus als vor einem Jahr.

IMK-Chef Dullien forderte von der Bundesregierung, "die schwierige konjunkturelle Situation stärker zur Kenntnis" zu nehmen. "Der aktuelle Haushaltsentwurf für 2024 sieht Kürzungen vor, obwohl angesichts der aktuellen Lage eher ein Austeritätsmoratorium sinnvoll wäre." Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) versprach hingegen "neue Impulse für die Wirtschaft" durch das sogenannte Wachstumschancengesetz, das vor allem Entlastungen für Unternehmen vorsieht.

L.Zimmermann--NZN